Vorteile zur Nasspräparation

Die Alternative zur traditionellen Nasspräparation

Traditionell machen sich Medizinstudenten im Anatomie-Unterricht durch „Wegnehmen“ mit dem menschlichen Organismus vertraut. So lösen sie zunächst die Haut der Leiche ab, entfernen dann Muskel um Muskel von den Gliedmaßen und öffnen schließlich Brust- und Bauchwand. Nach Entnahme der Organe wird, bis auf Knochen und Bänder, der Rest „herunterpräpariert“.

Auch in der Plastination findet ein Präparationsprozess statt. Doch die Konservierungsform der Plastination ermöglicht völlig neue Präparat-Typen. Durch die Verfestigung der Kunststoffe können beispielsweise ansonsten schlaffe Muskeln Haltefunktionen übernehmen und so den Körper in den verschiedenen Stadien der anatomischen Präparation erhalten. Der Körper lässt sich – zerlegt in jeweils relevante Teilstücke – in jede räumliche Dimension ausdehnen. Damit werden Zwischenräume geschaffen, die informative Ein- und Durchblicke eröffnen sowie sonst verborgene strukturelle Zusammenhänge erkennen lassen. Nicht zuletzt dadurch kompensieren von Hagens Plastination Lehrpräparate auch die immer kürzeren Ausbildungszeiten am menschlichen Präparat.