Was ist Plastination?

The Plastination Process

Das Plastinationsverfahren besteht aus 5 wesentlichen Arbeitsschritten.:

  • Fixierung
  • Entwässerung und Entfettung
  • Forcierte Imprägnierung
  • Positionierung
  • Härtung

1. Fixierung und anatomische Präparation
Zunächst wird durch Injizieren von Formalin der Verwesungsprozess des Körpers gestoppt. Dabei werden sämtliche Bakterien abgetötet und der Zerfall des Gewebes durch chemische Prozesse verhindert. Schließlich werden Haut, Fett- und Bindegewebe mit Pinzette, Schere und Skalpell entfernt und die einzelnen anatomischen Strukturen freigelegt.

Die eigentliche Plastination basiert auf den Austauschprozessen der Schritte 2 und 3:

2. Entwässerung und Entfettung
Im ersten Schritt werden Körperwasser und lösliche Fette durch das Einlegen des Körpers in ein Lösungsmittel wie Aceton herausgelöst.

3. Forcierte Imprägnierung
Der zweite Schritt des Austauschprozesses ist zugleich Kernpunkt der Plastination. Hier wird das Azetonbad gegen einen Reaktionskunststoff wie Silikonkautschuk ausgetauscht und alles in eine Vakuumkammer gestellt. Das Vakuum saugt das Aceton aus dem eingelegten Körper heraus und lässt den Kunststoff bis in die letzte Zelle eindringen.

4. Positionierung
Im Anschluss an die Vakuumimprägnierung wird der Körper in die gewünschte Haltung gebracht, jede einzelne anatomische Struktur korrekt positioniert und mithilfe von Drähten, Nadeln, Klammern und Schaumstoffblöcken fixiert.

5. Härtung
Im letzten Schritt wird der Körper – je nach verwendetem Kunststoff – mit Gas, Licht oder Wärme gehärtet..

Forcierte Imprägnierung. Aceton wird aus dem Präparat gedrückt und konstant abgesaugt.

 

Positionierung vor der Gashärtung



 

SilikonPräparate werden mit einem speziellen Gas gehärtet.